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Und dann war meine Kochstelle verschwunden…

Ich war länger schon nicht mehr draußen. Das Wetter… Der innere Schweinehund… Keine Zeit… Das soll sich ändern! Ich möchte die guten Erfahrungen meines Mikro Abenteuers nach Feierabend wiederholen.

Was ist der Plan?

Ziel: Am Rheinufer Abendessen kochen. Diesmal eine vorgekochter Suppe mit Brot.

Location: Rheinufer bei Graurheindorf

Wetter: Beim Start 9° C, Sonnenuntergang 18:00 Uhr, leicht bewölkt

Vorbereitung: 1l Wasser, Erdnuss-Suppe, Ein Stück Fladenbrot, Feuerstahl, Messer, Zunderbeutel, Brennholzbeutel, Feuerschutzmatte, trockenes Holz, Nussmischung, Hobo-Kocher und Sitzunterlage einpacken.

Wie ist es gelaufen?

Vorbereitungen

Packen am Vorabend. Vom letzten Versuch, nach Feierabend noch aufzubrechen, habe ich gelernt. Wenn ich dann erst anfange zu packen, komme ich viel zu spät los. Mein Rucksack steht daher komplett gepackt in der Ecke.

Feierabend! Nur noch die Schuhe an und los geht’s um 16:45 Uhr. Eine gute Stunde Zeit, bis die Sonne untergeht. Trotzdem gehe ich zügig von der Bahnhaltestelle zum Ufer. Atem, Frische Luft, Herzschlag, kein Hochleistungssport, aber doch den Körper fordern.

Bekanntes Terrain. Ich möchte wieder an die Stelle, an der ich mir bei einem Morgen-Ausflug den Kaffee gekocht habe.

Das Ufer ist weg.

Damit hatte ich nicht gerechnet. Dort, wo ich meinen Kaffee gebrüht hatte, ist Wasser. Das Ufer, das sonst ein über 10 m breiter Streifen aus Schotter und Steinen ist, ist weg. Ja, klar, haben wir irgendwie Hochwasser. Aber doch nicht so?!

Keine Feuerstelle in Sicht. Leider doch. Das Wasser reicht fast überall bis an den Fuß- und Radweg heran. Ich könnte natürlich am Wegesrand ein Feuerchen entzünden, aber das ist mir zu doof. Ich will weder blöde Diskussionen, noch andere Spaziergänger oder Radler stören.

Auf zur Fähre. Die Mondorfer Fähre ist noch im Dienst. Ich könnte ans andere Ufer fahren und dort am Grillplatz Feuer machen. Jetzt kommt mir die Zeit ins Gehege. Um 18:00 Uhr wird es dunkel. Bis dahin schaffe ich es grad mal zum Grillplatz. Da dann in der Dämmerung Feuer machen und kochen. Und dann pünktlich zur letzten Fähre zurück und wieder heim. Klingt nicht nach einem entspannten Abend.

Kalte Küche

Gute Entscheidung. Das entspannt und entschleunigt. Es gibt heute etwas Brot mit kaltem Wasser und Nüsschen. Das ist einer der Gründe, aus dem ich die Nussmischung gern immer dabei habe.

So kann ich entspannt am Ufer sitzen, dem Fährbetrieb und den Wasservögeln zusehen und nach Einbruch der Dunkelheit wieder nach Hause gehen.

Später als gedacht. Breche ich dann wieder auf. Zum Glück habe ich die dicke Jacke und das Halstuch dabei. Es ist auf dem Rückweg deutlich frischer, als auf dem Hinweg.

Zunder. Ich finde unterwegs noch einen Strauch, an dem eine Art überdimensionale Pusteblumen hängen. Die Samenkapseln sind an flauschigen Härchen angewachsen, die der Wind davontragen soll. Mal sehen, wie gut diese natürliche Watte als Zunder funktioniert.

Zu spät. Aus der Bahn schicke ich eine Nachricht in den Discord, dass sich der Stream verspätet, weil der Klabbi am Rheinufer unterwegs war 🙂

Was habe ich gelernt?

  • Sei dir nie zu sicher. Ich habe mit vielem gerechnet, aber nicht damit, dass das komplette Ufer weg ist.
  • Dunkelheit ist fies. Es wird im Winter nicht nur relativ schnell dunkel. Mit dem Licht verschwindet auch die Wärme und es kann schnell fies kalt werden. Das passiert Survival-YouTubern regelmäßig, dass sie ihr Zelt dann im Dunkeln aufbauen müssen. Mit einer Stirnlampe. Ich hoffe, ich kann das vermeiden.

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